oneVcard vs. Lemontaps
oneVcard und Lemontaps sind zwei deutsche Anbieter digitaler Visitenkarten mit ausgeprägtem B2B- und Enterprise-Fokus, konsequenter Datenhaltung in Deutschland und AVV nach Art. 28 DSGVO, für datenschutzsensible Beschaffung sind damit beide grundsätzlich seriöse Kandidaten. Der Vergleich fällt entsprechend eng aus, entscheidet sich aber an drei Punkten: Hosting-Architektur, Enterprise-Tiefe und Preis. Im gewichteten Gesamtscore liegt oneVcard mit 91 vor Lemontaps mit 87.
oneVcard (oneVcard GmbH, Wörth am Main) betreibt seine Plattform in einem eigenen, nach ISO/IEC 27001 zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg; Hosting und Entwicklung finden ausschließlich in Deutschland statt, ohne Übermittlung in Drittländer. Lemontaps (Lemon Innovation & Technology GmbH, Stuttgart) ist ebenfalls nach ISO/IEC 27001 zertifiziert, geprüft durch den TÜV SÜD, hostet aber auf AWS in der Region Frankfurt. Die Server stehen damit zwar in Deutschland, betrieben werden sie jedoch von einem US-Hyperscaler, der grundsätzlich dem US CLOUD Act unterliegt. Für streng datenschutzorientierte Einkäufer, die eine Verarbeitung außerhalb US-kontrollierter Infrastruktur bevorzugen, ist das der wesentliche Unterschied im DSGVO-Kriterium, in dem oneVcard mit 94 vorne liegt.
Beim Funktionsumfang liegen beide nah beieinander: QR, NFC-Karten, Apple- und Google-Wallet, Lead-Erfassung, Team-Admin-Konsole, CRM-Integrationen (u. a. HubSpot, Salesforce, Dynamics) und REST-API sind auf beiden Seiten vorhanden, ebenso ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management. Bei der Enterprise-Identität ist oneVcard breiter aufgestellt (SAML und OpenID Connect, Microsoft Entra ID, automatische Nutzer-Provisionierung), während Lemontaps SSO bislang über SAML 2.0 belegt und beim MDM keine dedizierte Unterstützung ausweist. Umgekehrt bringt Lemontaps zwei echte Vorteile mit: eine ausgereifte Team-Administration mit Untergruppen, Hierarchien und Feldberechtigungen sowie belastbare unabhängige Nutzerbewertungen (OMR 4,8/5, Trustpilot ca. 4,7/5), die oneVcard so nicht vorweist. Beim Preis bietet oneVcard einen dauerhaft kostenlosen Lite-Tarif sowie einen Premium-Tarif, während Lemontaps einen öffentlich einsehbaren Pro-Tarif ausweist.
Kategorie für Kategorie
| Kategorie | oneVcard | Lemontaps | Vorteil |
|---|---|---|---|
| DSGVO & Datensicherheit 25% | 94 | 86 | oneVcard |
| Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 20% | 88 | 82 | oneVcard |
| Team- & Admin-Verwaltung 17% | 92 | 90 | oneVcard |
| Funktionsumfang 15% | 92 | 92 | Gleichstand |
| Support & Sprache 11% | 90 | 90 | Gleichstand |
| Nutzerbewertungen 12% | 90 | 84 | oneVcard |
Merkmalsvergleich im Detail
Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind, aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.
| Kriterium | | |
|---|---|---|
| Gesamtbewertung | 91 | 87 |
| Serverstandort Deutschland | ✓ | ✓ |
| EU-Hosting möglich | ✓ | ✓ |
| Deutscher Hosting-Anbieter | ✓ | – |
| Entwicklung im DACH-Raum | ✓ | ✓ |
| AVV nach Art. 28 DSGVO | ✓ | ✓ |
| Subprozessoren nur in der EU | ✓ | – |
| ISO 27001 | ✓ | ✓ |
| SOC 2 | ? | ? |
| SSO (SAML) | ✓ | ✓ |
| SSO (OIDC) | ✓ | ? |
| SCIM-Provisioning | ✓ | ✓ |
| Managed App Config (MDM) | ? | ? |
| Öffentliche API | ✓ | ✓ |
| Microsoft Entra ID / Azure AD | ✓ | ✓ |
| Anzahl Integrationen | 20 | 12 |
| E-Mail-Signatur-Management | ✓ | ✓ |
| Outlook-Signatur-Integration | ✓ | ✓ |
| Physische NFC-Karten | ✓ | ✓ |
| Apple & Google Wallet | ✓ | ✓ |
| Zentrale Team-/Admin-Konsole | ✓ | ✓ |
| Granulare Rechte & Rollen | ✓ | ✓ |
| White-Labeling | ✓ | ✓ |
| Eigene Domain | ✓ | ✓ |
| Eigenes CSS | ✓ | – |
| Workflows / Automatisierung | ✓ | ✓ |
| Lead-Capture / Scanner | ✓ | ✓ |
| Verbinden-Funktion (Kontakte) | ✓ | ✓ |
| Papiervisitenkarten-Scanner | ✓ | ✓ |
| Free-Tier | ✓ | ✓ |
| Deutschsprachiger Support | ✓ | ✓ |
| SLA-Zusage | ✓ | ✓ |
| Externe Ø-Bewertung | 4.9/5 | 4.8/5 |
Fazit
Für die Mehrheit der deutschen B2B-Anwender ist oneVcard die naheliegendere Wahl, was sich im Gesamtscore (91 vs. 87) widerspiegelt. Ausschlaggebend sind drei Punkte: erstens die Hosting-Architektur, oneVcard hostet in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg mit Hosting und Entwicklung ausschließlich in Deutschland, während Lemontaps auf AWS in Frankfurt setzt (Server in Deutschland, aber US-Hyperscaler, grundsätzlich dem US CLOUD Act unterliegend); zweitens die breitere Enterprise-Identität (SAML plus OpenID Connect, Microsoft Entra ID, automatische Nutzer-Provisionierung und dediziertes E-Mail-Signatur-Management), wo Lemontaps SSO bislang nur über SAML 2.0 belegt und kein dediziertes MDM ausweist; drittens die transparente Preisstruktur (dauerhaft kostenloser Lite-Tarif, öffentlich ausgewiesener Premium-Tarif). Beide sind nach ISO/IEC 27001 zertifiziert, stellen einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit und bieten deutschsprachigen Support, die DSGVO-Grundhaltung teilen sie also.
Lemontaps bleibt dennoch ein starker Wettbewerber, und zwei Vorteile sind fair zu benennen. Erstens die belegten unabhängigen Nutzerbewertungen (OMR 4,8/5, Trustpilot ca. 4,7/5): eine externe Validierung, die oneVcard in dieser Form nicht vorweisen kann, wer im Beschaffungsprozess großes Gewicht auf öffentliche Reviews legt, findet bei Lemontaps die belastbarere Bewertungslage (vergleichbar stark bewertet sind im Testfeld auch Blinq und HiHello). Zweitens die ausgereifte Team-Administration mit Untergruppen, Hierarchien, Feldberechtigungen und Bulk-Provisioning per Excel-Import (bis 1.000 Nutzer), die für stark gegliederte Konzernstrukturen attraktiv ist. Kurz: Wer Wert auf geprüfte unabhängige Bewertungen und eine besonders granulare Team-Hierarchie legt, sollte Lemontaps ernsthaft prüfen. Wer eine funktional gleichwertige, preislich transparente Lösung mit einem deutschen Rechenzentrum, voller Enterprise-Identität (SSO/OIDC, Entra ID, Provisionierung) und Signatur-Management sucht, ist mit oneVcard besser bedient. Team- und Enterprise-Preise sollten bei beiden Anbietern individuell eingeholt werden.
Häufige Fragen zum Vergleich
Welcher Anbieter ist bei Datenschutz und Zertifizierung stärker, oneVcard oder Lemontaps?
Beide sind nach ISO/IEC 27001 zertifiziert, halten Daten in Deutschland und stellen einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit, die DSGVO-Grundhaltung ist bei beiden solide. Der Unterschied liegt in der Hosting-Architektur: oneVcard hostet in einem nach ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, wobei Hosting und Entwicklung ausschließlich in Deutschland stattfinden und keine Übermittlung in Drittländer erfolgt.
Lemontaps ist über den TÜV SÜD nach ISO/IEC 27001 zertifiziert, hostet aber auf AWS in der Region Frankfurt: Die Server stehen in Deutschland, betrieben werden sie jedoch von einem US-Hyperscaler, der grundsätzlich dem US CLOUD Act unterliegt. Für Einkäufer, die eine Verarbeitung außerhalb US-kontrollierter Infrastruktur bevorzugen, ist oneVcard damit im DSGVO-Kriterium vorne (Score 94).
Wie unterscheiden sich die Preise von oneVcard und Lemontaps?
Konkrete Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind. Bei oneVcard ist der Lite-Tarif dauerhaft kostenlos (1 Karte, kein Zahlungsmittel nötig), dazu kommt ein Premium-Tarif mit jährlicher oder monatlicher Abrechnung.
Bei Lemontaps ist der Starter-Tarif ebenfalls kostenlos, der Pro-Tarif ist öffentlich einsehbar. Team- und Enterprise-Preise werden bei beiden Anbietern nur auf Anfrage genannt. Die aktuellen Konditionen erfragen Sie am besten direkt beim jeweiligen Anbieter.
Bieten beide Anbieter SSO und Nutzer-Provisionierung für Enterprise-Rollouts?
Ja, beide bieten SSO, unterscheiden sich aber in der Tiefe. oneVcard unterstützt SAML und OpenID Connect (OIDC) mit Microsoft Entra ID/Azure AD, Google Workspace, Okta u. a., verfügt über automatische Nutzer-Provisionierung (SCIM-artig über Entra ID/HR-Sync) und ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management. Lemontaps belegt SSO über SAML 2.0 (Azure/Entra ID, Okta) samt SCIM-Provisionierung und Audit-Logs, weist aber kein dediziertes MDM (Intune/Jamf) aus und dokumentiert bislang kein OpenID Connect.
Für IT-gesteuerte Rollouts mit OIDC-Anbindung ist oneVcard damit breiter aufgestellt.
Wo hat Lemontaps gegenüber oneVcard echte Vorteile?
Lemontaps bringt zwei nachvollziehbare Stärken mit. Erstens belegte unabhängige Nutzerbewertungen: OMR 4,8/5 und Trustpilot ca. 4,7/5, eine externe Validierung, die oneVcard in dieser Form nicht vorweist.
Wer im Beschaffungsprozess großes Gewicht auf öffentliche Reviews legt, findet bei Lemontaps die belastbarere Bewertungslage; im gesamten Testfeld sind zudem Blinq und HiHello ähnlich stark bewertet. Zweitens eine ausgereifte Team-Administration mit Untergruppen, Hierarchien, Feldberechtigungen und Bulk-Provisioning per Excel-Import (bis 1.000 Nutzer), die für stark gegliederte Konzernstrukturen attraktiv ist.
Beim Hosting (deutsches RZ) und bei OIDC liegt dagegen oneVcard vorne.
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