oneVcard vs. My Digital Card (MDC)
oneVcard und My Digital Card (MDC, Betreiber: Relativity GmbH, Berlin) verfolgen zwei grundverschiedene Ansätze für digitale Visitenkarten. oneVcard ist eine software-zentrierte B2B-Plattform: Hosting und Entwicklung finden ausschließlich in Deutschland statt, betrieben in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, ergänzt um Enterprise-Identity-Funktionen wie SSO (SAML, Entra ID, Google), automatisierte Nutzer-Provisionierung und ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management für Outlook. My Digital Card kommt aus der Hardware-Ecke: Im Zentrum stehen hochwertige NFC-Karten aus Metall oder Holz als einmaliger Kauf, zu denen die cloudbasierte Profilplattform "MDC-Cloud" kostenlos dazugehört.
Technisch ist diese Cloud allerdings als No-Code-Anwendung auf der US-Plattform Bubble.io umgesetzt und wird über Cloudflare ausgeliefert. Das macht MDC attraktiv für alle, die vor allem eine erstklassige physische Karte suchen, wirft für datenschutzkritische B2B-Einsätze aber Fragen auf.
Dieser Vergleich ordnet beide Anbieter sachlich ein und benennt Stärken wie Schwächen beider Seiten.
Kategorie für Kategorie
| Kategorie | oneVcard | My Digital Card (MDC) | Vorteil |
|---|---|---|---|
| DSGVO & Datensicherheit 25% | 94 | 40 | oneVcard |
| Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 20% | 88 | 25 | oneVcard |
| Team- & Admin-Verwaltung 17% | 92 | 55 | oneVcard |
| Funktionsumfang 15% | 92 | 72 | oneVcard |
| Support & Sprache 11% | 90 | 74 | oneVcard |
| Nutzerbewertungen 12% | 90 | ? | oneVcard |
Merkmalsvergleich im Detail
Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind, aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.
| Kriterium | | |
|---|---|---|
| Gesamtbewertung | 91 | 49 |
| Serverstandort Deutschland | ✓ | – |
| EU-Hosting möglich | ✓ | ? |
| Deutscher Hosting-Anbieter | ✓ | – |
| Entwicklung im DACH-Raum | ✓ | ✓ |
| AVV nach Art. 28 DSGVO | ✓ | ? |
| Subprozessoren nur in der EU | ✓ | – |
| ISO 27001 | ✓ | ? |
| SOC 2 | ? | ? |
| SSO (SAML) | ✓ | ? |
| SSO (OIDC) | ✓ | ? |
| SCIM-Provisioning | ✓ | ? |
| Managed App Config (MDM) | ? | ? |
| Öffentliche API | ✓ | ? |
| Microsoft Entra ID / Azure AD | ✓ | ? |
| Anzahl Integrationen | 20 | ? |
| E-Mail-Signatur-Management | ✓ | ? |
| Outlook-Signatur-Integration | ✓ | ? |
| Physische NFC-Karten | ✓ | ✓ |
| Apple & Google Wallet | ✓ | ? |
| Zentrale Team-/Admin-Konsole | ✓ | ✓ |
| Granulare Rechte & Rollen | ✓ | ? |
| White-Labeling | ✓ | ✓ |
| Eigene Domain | ✓ | ? |
| Eigenes CSS | ✓ | ? |
| Workflows / Automatisierung | ✓ | ? |
| Lead-Capture / Scanner | ✓ | ? |
| Verbinden-Funktion (Kontakte) | ✓ | ? |
| Papiervisitenkarten-Scanner | ✓ | ? |
| Free-Tier | ✓ | ✓ |
| Deutschsprachiger Support | ✓ | ✓ |
| SLA-Zusage | ✓ | ? |
| Externe Ø-Bewertung | 4.9/5 | ? |
Fazit
Im B2B-Vergleich führt oneVcard klar (Gesamtwertung 91 vs. 49), vor allem, weil es die typischen Anforderungen größerer Organisationen abdeckt, an denen My Digital Card sich nicht messen will. Der entscheidende Unterschied liegt beim Hosting: oneVcard betreibt Daten und Entwicklung ausschließlich in Deutschland in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg und stellt einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit.
Bei My Digital Card ist zwar der Betreiber eine deutsche GmbH aus Berlin, die eigentliche MDC-Cloud läuft jedoch auf der US-No-Code-Plattform Bubble.io (Standard-Hosting auf AWS in den USA); ein deutscher oder EU-Serverstandort, ein AVV, ISO 27001 oder SOC 2 sind nicht belegt, ein reales DSGVO-Risiko für Unternehmen. Auch bei Enterprise-Verwaltung (SSO, Provisionierung), Integrationen (20+ plus REST-API) und E-Mail-Signatur-Management ist oneVcard deutlich breiter aufgestellt, während MDC hier keine belegbaren Funktionen bietet.
Fair bleibt festzuhalten: My Digital Card spielt seine Stärke woanders aus. Die hochwertigen NFC-Metall- und Holzkarten sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber reinen Software-Anbietern, die kostenlose Cloud im Kartenpreis vermeidet ein zusätzliches Monats-Abo, und ein Firmen-Dashboard mit White-Label-Option, Erfolgs-Tracking und Mengenrabatten existiert.
Für Einzelnutzer oder kleine Teams, die vor allem eine edle physische Karte plus einfaches Online-Profil wollen, kann MDC daher passen. Wer digitale Visitenkarten dagegen unternehmensweit ausrollen, zentral verwalten und DSGVO-sicher in Deutschland hosten will, ist mit oneVcard besser bedient.
Ein ehrlicher Hinweis zu oneVcard: Es gibt bislang kaum unabhängige Nutzerbewertungen (etwa auf G2, Capterra oder Trustpilot), allerdings fehlen solche öffentlichen Bewertungen bei My Digital Card ebenso.
Häufige Fragen zum Vergleich
Wo werden die Daten von oneVcard und My Digital Card gehostet?
oneVcard hostet und entwickelt ausschließlich in Deutschland und hostet in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg; ein AVV nach Art. 28 DSGVO wird bereitgestellt. Bei My Digital Card ist der Betreiber zwar eine deutsche GmbH (Relativity GmbH, Berlin), die MDC-Cloud selbst läuft aber technisch auf der US-No-Code-Plattform Bubble.io und wird über Cloudflare ausgeliefert.
Ein deutscher oder EU-Serverstandort, ein AVV sowie ISO 27001 oder SOC 2 sind bei My Digital Card nicht belegt, für datenschutzsensible B2B-Einsätze ein Punkt, den man prüfen sollte.
Welche Enterprise-Funktionen bietet oneVcard, die My Digital Card fehlen?
oneVcard unterstützt Single Sign-On (SAML, Entra ID, Google), automatisierte Nutzer-Provisionierung sowie ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management für Outlook und bringt über 20 Integrationen samt REST-API mit. Bei My Digital Card sind SSO, MDM, eine öffentliche API oder benannte CRM-Integrationen nicht nachweisbar, es existiert ein Firmen-Dashboard mit White-Label, Erfolgs-Tracking und Mengenrabatten, das aber eher leichtgewichtig ausfällt und keine vollwertige Enterprise-Verwaltung ersetzt.
Wofür ist My Digital Card die bessere Wahl?
My Digital Card spielt seine Stärke bei der Hardware aus: hochwertige NFC-Karten aus Metall oder Holz (etwa die Sigma Card) mit QR-Code als einmaliger Kauf, wobei der Zugang zur MDC-Cloud kostenlos im Kartenpreis enthalten ist, es fällt also kein zusätzliches monatliches Nutzer-Abo an. Für Einzelnutzer oder kleine Teams, denen eine edle physische Karte plus einfaches Online-Profil ohne App wichtiger ist als zentrale IT-Verwaltung, kann My Digital Card die passende Lösung sein.
Was kosten oneVcard und My Digital Card?
Konkrete Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind. oneVcard bietet einen dauerhaft kostenlosen Lite-Tarif und einen Premium-Tarif, ein klassisches, planbares SaaS-Modell für Teams. My Digital Card folgt keinem Abo-Modell, sondern verkauft primär physische Karten (einmaliger Kauf) mit gratis MDC-Cloud; für Unternehmen gibt es Mengenrabatte und ein individuelles beziehungsweise White-Label-Dashboard auf Anfrage.
Konkrete Pro-Nutzer-Preise für den B2B-Einsatz legt My Digital Card öffentlich nicht offen. Die aktuellen Konditionen erfragen Sie am besten direkt beim jeweiligen Anbieter.
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