oneVcard vs. Tapni

oneVcard 91 /100
Tapni 82 /100

oneVcard und Tapni gehören beide zu den ernstzunehmenden Lösungen für digitale Visitenkarten im Firmeneinsatz, richten sich mit ihren jeweiligen Stärken aber an unterschiedliche Prioritäten. oneVcard ist ein deutscher Anbieter, der Hosting und Entwicklung ausschließlich in Deutschland betreibt: Die Daten liegen in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist Standard, und es gibt keine US-Cloud im Datenpfad. Auf der Enterprise-Seite stehen SSO (SAML, Entra ID, Google), eine SCIM-artige Provisionierung, ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management für Outlook sowie mehr als 20 Integrationen samt REST-API. Der Einstieg ist mit einer kostenlosen Lite-Variante und einem Premium-Tarif klar in Euro kalkulierbar. Nach eigenen Angaben setzen über 850 Unternehmen in DACH und der EU auf die Lösung.

Tapni, 2021 gegründet mit GmbH-Sitz in Wien und Entwicklung im serbischen Novi Sad, ist ein sehr B2B-orientierter Anbieter mit ausgereifter Admin-Konsole (business.tapni.com), Bulk-Bereitstellung per CSV und Verzeichnis-Sync (Entra/Azure, Okta, Google Workspace, Slack), SAML SSO und einem breiten Integrations-Set mit sieben CRMs. Datenschutzseitig hostet Tapni alle Kundendaten auf AWS in Frankfurt (EWR), stellt einen AVV bereit, benennt einen Datenschutzbeauftragten und verweist auf ISO-27001-Konformität. Ein starkes Argument für Tapni ist die sehr gute, breit abgestützte Trustpilot-Bewertung von 4,6/5 aus über 750 Rezensionen, eine unabhängige Marktvalidierung, die oneVcard in dieser Form fehlt. Dazu kommen gestaffelte Volumen-Rabatte für größere Teams.

Kategorie für Kategorie

KategorieoneVcardTapniVorteil
DSGVO & Datensicherheit 25% 94 84 oneVcard
Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 20% 88 78 oneVcard
Team- & Admin-Verwaltung 17% 92 82 oneVcard
Funktionsumfang 15% 92 88 oneVcard
Support & Sprache 11% 90 70 oneVcard
Nutzerbewertungen 12% 90 90 Gleichstand

Merkmalsvergleich im Detail

Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind, aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.

Kriterium oneVcard Tapni
Gesamtbewertung 91 82
Serverstandort Deutschland
EU-Hosting möglich
Deutscher Hosting-Anbieter
Entwicklung im DACH-Raum
AVV nach Art. 28 DSGVO
Subprozessoren nur in der EU
ISO 27001
SOC 2 ??
SSO (SAML)
SSO (OIDC) ?
SCIM-Provisioning ?
Managed App Config (MDM) ??
Öffentliche API
Microsoft Entra ID / Azure AD
Anzahl Integrationen 2016
E-Mail-Signatur-Management
Outlook-Signatur-Integration
Physische NFC-Karten
Apple & Google Wallet
Zentrale Team-/Admin-Konsole
Granulare Rechte & Rollen
White-Labeling ?
Eigene Domain
Eigenes CSS ?
Workflows / Automatisierung
Lead-Capture / Scanner
Verbinden-Funktion (Kontakte)
Papiervisitenkarten-Scanner
Free-Tier
Deutschsprachiger Support ?
SLA-Zusage ?
Externe Ø-Bewertung 4.9/54.6/5

Fazit

In unserem Vergleich liegt oneVcard mit 91 zu 82 Punkten vorn, vor allem, weil das Gesamtpaket aus Datensouveränität, Enterprise-Funktionen und Preis besser zu den Anforderungen deutscher und europäischer Unternehmen passt. Der entscheidende Unterschied ist die Datenhaltung: oneVcard hostet in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg und entwickelt ausschließlich in Deutschland, ganz ohne US-Cloud im Datenpfad. Tapni liegt zwar ebenfalls im EWR (AWS Frankfurt) und stellt AVV sowie ISO-27001-Konformität bereit, nutzt dabei aber mit AWS einen US-Cloud-Betreiber, für Organisationen mit strengen Souveränitätsvorgaben ein relevanter Punkt. Auch bei Enterprise-Identity ist oneVcard breiter aufgestellt: SSO und SCIM-artige Provisionierung sind belegt, während Tapni SAML SSO und Verzeichnis-Sync bietet, jedoch keine dokumentierte MDM-Unterstützung und kein belegtes SCIM. Preislich ist oneVcard mit kostenloser Lite-Stufe und einem Premium-Tarif transparent in Euro ausgewiesen, Tapni rechnet in USD und jährlich ab.

Damit ist Tapni aber keineswegs abgeschlagen, im Gegenteil. Wer eine schlanke, sofort einsatzbereite Vertriebslösung mit starker CRM-Integration (Salesforce, HubSpot, Pipedrive, Zoho, Dynamics 365 und mehr) und Lead-Capture sucht, findet bei Tapni ein sehr rundes Produkt. Die große Stärke: die unabhängige Trustpilot-Bewertung von 4,6/5 aus über 750 Rezensionen belegt eine hohe Nutzerzufriedenheit, genau die breite, unabhängige Validierung, die oneVcard mangels vieler öffentlicher Reviews noch fehlt. Und für größere Teams bietet Tapni gestaffelte Volumen-Rabatte. Unsere Empfehlung: Für datenschutzsensible Organisationen in DACH mit Bedarf an voller deutscher Datenhaltung, SSO-Integration und planbaren Euro-Preisen ist oneVcard die erste Wahl. Vertriebsteams, die primär auf CRM-Anbindung, Lead-Erfassung und eine nachweislich hohe Nutzerzufriedenheit setzen und mit EWR-Hosting auf US-Cloud-Basis leben können, sollten sich Tapni genau ansehen.

Häufige Fragen zum Vergleich

Wo werden die Daten von oneVcard und Tapni gehostet?

oneVcard hostet ausschließlich in Deutschland, in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg, ohne US-Cloud im Datenpfad; Entwicklung und Betrieb erfolgen komplett in Deutschland, ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist Standard. Tapni hostet alle Kundendaten auf AWS im Rechenzentrum Frankfurt und liefert Inhalte innerhalb des EWR aus.

Die Daten liegen damit ebenfalls in Deutschland/EWR und Tapni stellt einen AVV bereit sowie verweist auf ISO-27001-Konformität, der Betreiber der Infrastruktur ist jedoch mit AWS ein US-Cloud-Anbieter. Für Organisationen mit strengen Souveränitätsanforderungen ist das ein wesentlicher Unterschied.

Welche Enterprise-Funktionen bieten oneVcard und Tapni?

Beide bieten eine zentrale Admin-Verwaltung. oneVcard unterstützt SSO (SAML, Entra ID, Google), eine SCIM-artige Provisionierung, ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management für Outlook sowie über 20 Integrationen mit REST-API. Tapni bietet eine ausgereifte Admin-Konsole, Bulk-Bereitstellung per CSV, Verzeichnis-Sync (Entra/Azure, Okta, Google Workspace, Slack), SAML SSO, eine REST-API und 16 Integrationen inklusive sieben CRMs (u.a. Salesforce, HubSpot, Pipedrive, Zoho, Dynamics 365).

Nicht belegt sind bei Tapni hingegen MDM-Unterstützung und SCIM-Provisioning.

Wie unterscheiden sich die Preise von oneVcard und Tapni?

Konkrete Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind. oneVcard weist die Preise in Euro aus, mit einer dauerhaft kostenlosen Lite-Variante und einem Premium-Tarif. Tapni rechnet in US-Dollar und jährlich ab, der Einzeltarif ist kostenpflichtig pro Nutzer und Jahr inklusive NFC-Karte, dazu kommen gestaffelte Volumen-Rabatte; ein optionales E-Mail-Signatur-Add-on (MailSign) ist kostenpflichtig.

Einen dauerhaften Free-Tier bietet Tapni nicht, wohl aber eine kurze Testphase. Die aktuellen Konditionen erfragen Sie am besten direkt beim jeweiligen Anbieter.

Welcher Anbieter hat die besseren unabhängigen Bewertungen?

Hier hat Tapni klar die Nase vorn: Der Anbieter erreicht auf Trustpilot 4,6/5 ('Excellent') aus über 750 Bewertungen, mit positivem Feedback zu App, NFC-/QR-Karten, Kundenservice und Dashboard, eine breite, unabhängige Marktvalidierung. oneVcard führt zwar in unserem Gesamtvergleich (91 zu 82 Punkten) und verweist auf über 850 Unternehmenskunden in DACH und der EU, hat aber bislang kaum öffentliche, unabhängige Reviews. Wer großen Wert auf verifizierte Nutzerstimmen legt, findet bei Tapni die belastbarere Datenbasis.

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