oneVcard vs. beCard
oneVcard und beCard richten sich beide an Unternehmen, die Mitarbeiter-Visitenkarten zentral verwalten und einheitlich branden wollen, setzen dabei aber unterschiedliche Schwerpunkte. oneVcard ist ein deutscher Anbieter, der Hosting und Entwicklung ausschließlich in Deutschland betreibt und Kundendaten in einem nach ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg verarbeitet; ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO gehört zum Standard. beCard stammt vom österreichischen Anbieter Behires (Behires Digital GmbH, Graz, gegründet 2016; operativ Behires Services GmbH, Wien) und hostet die Daten laut eigener Angabe in einem Rechenzentrum in München mit ausgewiesener ISO-27001-Zertifizierung, der Datenschutzbezug ist damit ebenfalls für den DACH-Markt geeignet, die verantwortlichen Stellen sitzen jedoch in Österreich. Beide bieten einen kostenlosen Einstieg und ein echtes Team-/Unternehmensangebot mit zentraler Verwaltung, Rechtevergabe und einheitlichem Branding.
Der entscheidende Unterschied liegt im Enterprise-Reifegrad: oneVcard bringt SSO (SAML/Entra ID/Google), Provisionierung, ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management für Outlook sowie über 20 Integrationen samt REST-API mit; beCard ist stärker KMU-orientiert und weist klassische Enterprise-Identity-Funktionen wie SSO, SCIM oder MDM bislang nicht nach.
Kategorie für Kategorie
| Kategorie | oneVcard | beCard | Vorteil |
|---|---|---|---|
| DSGVO & Datensicherheit 25% | 94 | 78 | oneVcard |
| Enterprise-Integration (SSO/SCIM/MDM/API) 20% | 88 | 42 | oneVcard |
| Team- & Admin-Verwaltung 17% | 92 | 80 | oneVcard |
| Funktionsumfang 15% | 92 | 90 | oneVcard |
| Support & Sprache 11% | 90 | 82 | oneVcard |
| Nutzerbewertungen 12% | 90 | 66 | oneVcard |
Merkmalsvergleich im Detail
Bewertung und Rangfolge nach unserer Methodik. Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind, aktuelle Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter erfragen. Stand der jeweiligen Prüfung, alle Angaben ohne Gewähr.
| Kriterium | | |
|---|---|---|
| Gesamtbewertung | 91 | 72 |
| Serverstandort Deutschland | ✓ | ✓ |
| EU-Hosting möglich | ✓ | ✓ |
| Deutscher Hosting-Anbieter | ✓ | ? |
| Entwicklung im DACH-Raum | ✓ | ✓ |
| AVV nach Art. 28 DSGVO | ✓ | ? |
| Subprozessoren nur in der EU | ✓ | – |
| ISO 27001 | ✓ | ✓ |
| SOC 2 | ? | ? |
| SSO (SAML) | ✓ | ? |
| SSO (OIDC) | ✓ | ? |
| SCIM-Provisioning | ✓ | ? |
| Managed App Config (MDM) | ? | ? |
| Öffentliche API | ✓ | ✓ |
| Microsoft Entra ID / Azure AD | ✓ | ? |
| Anzahl Integrationen | 20 | 2 |
| E-Mail-Signatur-Management | ✓ | ✓ |
| Outlook-Signatur-Integration | ✓ | ? |
| Physische NFC-Karten | ✓ | ✓ |
| Apple & Google Wallet | ✓ | ✓ |
| Zentrale Team-/Admin-Konsole | ✓ | ✓ |
| Granulare Rechte & Rollen | ✓ | ✓ |
| White-Labeling | ✓ | ? |
| Eigene Domain | ✓ | ? |
| Eigenes CSS | ✓ | ? |
| Workflows / Automatisierung | ✓ | ? |
| Lead-Capture / Scanner | ✓ | ✓ |
| Verbinden-Funktion (Kontakte) | ✓ | ✓ |
| Papiervisitenkarten-Scanner | ✓ | ✓ |
| Free-Tier | ✓ | ✓ |
| Deutschsprachiger Support | ✓ | ✓ |
| SLA-Zusage | ✓ | ? |
| Externe Ø-Bewertung | 4.9/5 | 4.0/5 |
Fazit
Für die meisten B2B-Szenarien, insbesondere bei mittleren bis größeren IT-Organisationen, führt oneVcard (Gesamtwertung 91 gegenüber 72). Ausschlaggebend sind das deutsche ISO-27001-zertifizierte Rechenzentrum in Nürnberg mit rein deutschem Hosting und Entwicklung (kein US-Cloud-Bezug), der standardmäßige AVV nach Art. 28, der breitere Enterprise-Funktionsumfang, SSO via SAML/Entra ID/Google, automatisierte Provisionierung sowie ein dediziertes Outlook-Signatur-Management, und die transparente Preisstruktur (Lite kostenlos, Premium-Tarif). beCard ist deshalb aber kein schwacher Anbieter: Das ausgewiesene ISO-27001-Rechenzentrum in München, ein echtes Team-Angebot mit zentraler Verwaltung, unbegrenzt zentral verwalteten Karten und einheitlichem Branding sowie ein Einstieg über einen Free-Tier und einen Business-Pro-Tarif machen beCard zu einer soliden Wahl für KMU und Teams, die keine SSO-, SCIM- oder MDM-Integration benötigen.
Wer dagegen zentrale Identitäts- und Geräteverwaltung, deutsche Datenhoheit auf eigener Infrastruktur und tiefere Integrationen braucht, ist mit oneVcard besser bedient. Einschränkend gilt für oneVcard, dass unabhängige öffentliche Reviews bislang rar sind; beCard hat mit rund 4/5 auf Trustpilot ebenfalls nur eine dünne Bewertungsbasis (ca. 12 Reviews), sodass beide Anbieter bei der externen Marktvalidierung eher wenig belastbare Datenpunkte bieten.
Häufige Fragen zum Vergleich
Wo werden die Daten von oneVcard und beCard gehostet?
oneVcard hostet ausschließlich in Deutschland, in einem nach ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg. Auch die Entwicklung findet in Deutschland statt, ein US-Cloud-Bezug besteht nicht, und ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist Standard. beCard gibt an, alle erhobenen Daten in einem Rechenzentrum in München (Deutschland) zu speichern und ISO 27001 einzuhalten.
Beide Serverstandorte liegen damit in Deutschland. Zu beachten ist: Verantwortliche Stellen von beCard sind die Behires Digital GmbH (Graz) bzw. Behires Services GmbH (Wien) in Österreich, und ob es sich beim beCard-Hosting um einen deutschen Hoster oder eigene Infrastruktur handelt sowie die Verfügbarkeit eines AVV sind öffentlich nicht eindeutig belegt.
Welche Enterprise-Funktionen bietet oneVcard, die beCard fehlen?
oneVcard bringt für größere IT-Organisationen relevante Funktionen mit: Single Sign-On (SAML, Entra ID, Google), eine automatisierte Provisionierung von Nutzern, ein dediziertes E-Mail-Signatur-Management für Outlook sowie über 20 Integrationen mit REST-API. Für beCard sind SSO (SAML/OIDC), SCIM-Provisionierung, MDM und eine Entra-ID-Anbindung nicht belegt; auch die Integrationsbasis ist mit im Wesentlichen Mailchimp und Zapier schlanker. beCard verfügt zwar über ein echtes Team-Angebot mit zentraler Verwaltung, Rechtevergabe und REST-API, ist im Enterprise-Identity-Bereich aber eher KMU-orientiert.
Was kosten oneVcard und beCard?
Konkrete Preise führen wir bewusst nicht auf, da sie sich häufig ändern und nicht für alle Anbieter transparent und vollständig verfügbar sind. oneVcard bietet einen kostenlosen Lite-Tarif und einen Premium-Tarif. beCard hat ebenfalls einen dauerhaft kostenlosen Free-Tier (1 digitale Karte) sowie einen Business-Pro-Tarif (jährliche oder monatliche Zahlung, zzgl. MwSt., bis zu 10 Karten).
Für das beCard-Team-/Unternehmensangebot (Spaces/Business Manager) nennt der Anbieter keine öffentlichen Fixpreise, diese gibt es nur auf Anfrage. oneVcard punktet mit klar ausgewiesenen, planbaren Tarifen. Die aktuellen Konditionen erfragen Sie am besten direkt beim jeweiligen Anbieter.
Für wen ist beCard trotz der Gesamtwertung 72 die bessere Wahl?
beCard eignet sich besonders für KMU und Teams, die eine zentrale Kartenverwaltung mit einheitlichem Branding und einem breiten Funktionsumfang, NFC-Karten, QR, Apple/Google Wallet, E-Mail-Signatur, Visitenkarten-Scanner (OCR), Lead-Capture und REST-API, suchen, aber keine SSO-, SCIM- oder MDM-Integration benötigen. Pluspunkte sind das ausgewiesene ISO-27001-Rechenzentrum in München, das echte Team-/Unternehmensangebot mit unbegrenzt zentral verwalteten Karten und der kostenlose Einstieg über den Free-Tier.
Wer dagegen zentrale Identitäts- und Geräteverwaltung, deutsche Datenhoheit auf eigener Infrastruktur mit AVV und tiefere Integrationen braucht, ist mit oneVcard besser aufgehoben.
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